Mein Tipp für Februar

By Februar 9, 2015 Rhetorik No Comments
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Geschwätzige Hände. Was Angela Merkels Handhaltung bedeutet. Gesten verraten, was jemand wirklich denkt. Diese 10 Handbewegungen helfen Ihnen, die versteckten Botschaften Ihrer Gesprächspartner und die Merkel-Raute zu entschlüsseln:

 

1. Der Ring-Dreher:

Die Situation: Ihr Geschäftspartner dreht, während er spricht, an seinem Ehering.

Die Bedeutung: Der Ringfinger wird auch als Gefühls- oder Beziehungsfinger bezeichnet. Dreht jemand am Ring, zeigt er damit, dass die Situation für ihn starke Gefühle enthält.

 

2. Der Freistoß:

Die Situation: Ihr Vorgesetzter hält eine kurze Präsentation oder eine Ansprache und legt dabei die Hände vor dem Schritt ineinander.

Die Bedeutung: Ähnlich wie beim Fußball sucht derjenige auch hier Schutz. Ein deutliches Zeichen von Unsicherheit.

 

3. Der Schröder:

Die Situation: Ein Kollege stemmt die Hände in die Hüften und streift dabei das Jackett nach hinten. Meistens kombiniert mit breitbeinigem Stand.

Die Bedeutung: Er möchte sich größer machen, als er ist und weiß wie viele andere offenbar nicht, dass dies das Gegenteil einer souveränen Körperhaltung ist.

 

4. Die hohle Hand:

Die Situation: Jemand gibt Ihnen zur Begrüßung die Hand und macht sie innen hohl, sodass die Handflächen sich nicht berühren.

Die Bedeutung: Ihr Gegenüber hält etwas zurück. Er geht nur eingeschränkt auf Sie ein und ist nicht bereit für die Kontaktaufnahme.

 

5. Der Maulkorb:

Die Situation: „Gute Idee, ich bin dabei!“ Eine Kollegin signalisiert Ihnen, dass Sie sich auf sie verlassen können. Gleichzeitig stützt sie dabei aber ihr Kinn auf den Daumen und legt den Zeigefinger über die Lippen. Wieso sollten Sie sich jetzt nicht zu sehr über ihre Zusage freuen?

Die Bedeutung: „Finger an Mund oder Nase deuten sehr häufig darauf hin, dass jemand etwas verbirgt oder sogar die Unwahrheit sagt. Er hindert es förmlich daran herauszuschlüpfen“, erläutert unsere Expertin.

 

6. Die Pumpe:

Die Situation: Der andere pumpt zur Begrüßung Ihren Arm, indem er mit den Daumen von oben auf Ihre Hand drückt.

Die Bedeutung: Ihr Partner dominiert Sie und setzt alles daran, seine Autorität von Anfang an zu zeigen.

 

7. Der Prediger:

Die Situation: Ihr Vorgesetzter betont, dass er Ihre Vorschläge zu schätzen weiß, hält seine Hände aber wie zum Gebet verschränkt. Die Steigerung davon ist die Gebetshaltung mit ausgestreckten Fingern: der Igel.

Die Bedeutung: Dies ist eine Abwehrhaltung und signalisiert, dass derjenige auf Distanz zu Ihnen und Ihren Vorschlägen geht.

 

8. Der Spötter:

Die Situation: In einer Verhandlung schiebt Ihr Kunde Gegenstände auf dem Tisch von sich weg oder macht wegwerfende Handbewegungen (die Steigerung: Gesten von oben nach unten).

Die Bedeutung: Den haben Sie noch nicht überzeugt, auch wenn er beteuert, alles sei ganz wunderbar.

 

9. Der Staubsauger

Die Situation: Ihr Gesprächspartner zupft unsichtbare Fusseln von seiner Kleidung, richtet seine Krawatte und macht so genannte Putzbewegungen.

Die Bedeutung: Er ist mit ziemlicher Sicherheit in Sie verliebt.

 

10. Die Streichlerin

Die Situation: Ihre Gesprächspartnerin streicht sich im Gespräch mit Ihnen häufig durch die Haare, am Hals entlang oder fasst sich ans Ohr.

Die Bedeutung: Damit zeigt auch sie mehr als nur geschäftliches Interesse an Ihnen.

 

Die Geste des Herrn im Bild oben ist die bevorzugte Handhaltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Das Zusammenlegen der Daumen und Fingerspitzen kann helfen, zur Ruhe zu kommen und sich zu konzentrieren. Ein Berater hat sie ihr offenbar empfohlen. Zahllose Film- und Fotoaufnahmen haben die Merkel-Raute inzwischen berühmt gemacht. Viele Menschen kopieren die Handhaltung in dem Glauben, sie verleihe ihnen Status. Das tut sie aber nicht. Im Gegenteil: Die Merkel-Raute wirkt auf Betrachter isolierend und abwehrend. Also: Nur sparsam einsetzen und auf keinen Fall bei Vorträgen oder Reden.

 

Bild: Tom-Hanisch, Fotolia.com

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