Was macht ein Selbstcoacher?

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Der Coaching-Hype scheint langsam abzuklingen und das ist gut so. Letztlich ist Coaching ja Hilfe zur Selbsthilfe, besser gesagt: Zum Selbstcoaching. Es lohnt sich sein eigener Coach zu sein. Wer, außer Ihnen selbst, begleitet Sie schon Ihr ganzes Leben lang? Wer, außer Ihnen, weiß am besten, was Sie wirklich wollen beziehungsweise was nicht? Aber wie geht Selbstcoaching, was macht ein Selbstcoacher und hat Selbstcoaching Nebenwirkungen?

Antworten auf diese Fragen hier von Stefanie Demann

 

Was ist Selbstcoaching?

Hier kommt meine Definition: „Selbstcoaching ist ein idiosynkratisches System von Methoden, das jeder nutzen kann, um mithilfe seines inneren Coachs die eigene Persönlichkeit zu entwickeln.“

Einfacher ausgedrückt: Selbstcoaching basiert nicht auf einer bestimmten Lehre, sondern es bietet eine Fülle von Möglichkeiten und man pickt sich einfach das heraus, was einem gerade nützt.

Idiosynkratisch setzt sich aus „idios“ und „Synkrasis“ zusammen. Idios hat nichts mit Idiot zu tun, sondern ist griechisch und bedeutet „eigen“ oder „selbst“. Eine „Synkrasis“ ist ebenfalls griechisch und bedeutet „Mischung“ oder „Zusammenmengung“.

Selbstcoaching deckt hinderliche Denk- und Verhaltensmuster auf und aktiviert das Potenzial, das in jedem Menschen steckt. Für: Neue Perspektiven, mehr Klarheit und Motivation, die Steigerung der Selbstwirksamkeit und des Selbstbewusstseins, Erleichterung der Entscheidungsfindung und für konstruktive Handlungskompetenz in Zeiten der Veränderung.

 

Was macht ein Selbstcoacher?

Selbstcoacher mischen sich also selbst ihren Methoden-Cocktail, um ihren persönlichen Umgang mit sich und anderen zu finden. Dabei folgen sie nicht blind irgendeiner Lehre oder gar einem Guru. Selbstcoacher möchten sich immer weiter entwickeln. Das hat aber nichts zu tun mit dem Selbstoptimierungswahn. Selbstcoacher setzen sich nicht unter Druck – im Gegenteil: Selbstcoaching baut Druck ab. Zum Beispiel, in dem man sich von Dingen verabschiedet, die man gar nicht wollte, sondern, die andere von einem erwartet haben.

Kurz gesagt: Selbstcoacher verschaffen sich Klarheit darüber, was sie wollen und was nicht.

 

Wofür brauche ich Selbstcoaching?

Selbstcoaching ist nützlich, um

  • sich Klarheit darüber zu verschaffen, was man will und was nicht
  • mehr über über sich zu erfahren und was alles in einem steckt
  • Probleme und Konflikte zu lösen
  • Hindernisse zu überwinden
  • sich erreichbare Ziele zu stecken

Herauszufinden, was man wirklich will, klingt einfach, aber manchmal ist es das nicht. Manchmal merkt man ja nur, dass man irgendwas so nicht will, aber was man jetzt machen soll, sagt einem auch keiner. Selbstcoaching bietet dafür viele Möglichkeiten an, um seine Gedanken zu sortieren, zu erkennen, was einem wirklich wichtig ist und auch den Mut zu finden, seinen eigenen Weg zu gehen.

 

Was sind die Vorteile von Selbstcoaching?

Selbstcoacher verfügen über einen größeren Handlungsspielraum, sie können besser Probleme lösen und Hindernisse überwinden, sie entwickeln einen reiferen Umgang mit Konflikten und können wertschätzender mit sich und anderen umgehen.

Selbstcoacher geben nicht so leicht auf. Sie sind eher optimistisch und davon aus, dass es immer irgendwie weiter geht. Selbst wenn etwas schief geht, sehen Selbstcoacher früher oder später neue Türen, die sich öffnen und an Orte führen, die man ohne die vorherige Niederlage nicht entdeckt hätte.

Man könnte sagen, dass Selbstcoaching dabei hilft,

  • sich besser zu fühlen,
  • konstruktiver zu denken,
  • selbstbestimmter zu handeln.

 

 Wie werde ich Selbstcoacher?

Jeder, der schonmal den Mut aufgebracht hat, eine Entscheidung zu treffen oder etwas zu verändern oder der schonmal über sich nachgedacht hat, ist ein Selbstcoacher. So sehe ich das.

Man wird Selbstcoacher dadurch, dass man seinen inneren Coach aktiviert, denn alles, was man braucht, um weiter zu kommen, steckt schon in einem. Man muss nichts Neues hinzufügen. Oft haben wir aber ziemlich feste Scheuklappen auf, was unsere eigenen Probleme betrifft. Selbstcoacher verfügen über Methoden, um diese Scheuklappen abzulegen und ihre Fähigkeiten hervorzuholen und einzusetzen.

 

Wie geht Selbstcoaching?

Selbstcoaching startet eigentlich immer mit der Frage nach dem „Wofür?“ Das kommt jetzt wahrscheinlich überraschend, weil wir sonst immer fragen: „Was ist das Problem?“ Das Problem zu benennen, fällt uns leicht. Darüber haben wir in der Regel schon sehr viel nachgedacht. Nichts ist uns so klar, wie das Problem.

Viel schwieriger ist es zu beschreiben, was man gern hätte. Wie soll es sein, wenn alles gut wäre? Was wäre wünschenswert? Was will ich erreichen? Wie lautet das Ziel? Das ist oft gar nicht so einfach zu benennen. Aber erst, wenn mir klar ist, was ich gern hätte, kann ich anfangen zu überlegen, wie ich persönlich dazu beitragen kann, dass es dazu kommt.

Selbstcoaching unterstützt diesen Prozess durch Fragen, Methoden und Techniken.

 

Kann Selbstcoaching mir schaden?

Selbstcoaching hat keine Nebenwirkungen, da es nicht von jemandem verschrieben wird und man nicht gezwungen ist, bestimmte Dinge zu tun oder zu lassen. Man kann auch nicht aus Versehen Schaden anrichten, da Selbstcoaching auf einem wohlwollenden, wertschätzenden Menschenbild basiert, das jedem Lösungsversuch Anerkennung zollt.

Mehr über Selbstcoaching steht in meinen Büchern, die man kostenlos und ohne Registrierung Probe lesen und hören kann https://stefaniedemann.de/autorin/